Fløisten Paradise

Unser Wetter Fenster soll noch einen letzten schwachen halben Tag halten, daher früh raus aus den Federn und wieder mit Bus und Straßenbahn nach Bergen

Fantøvt Stavkirke liegt am Weg und diesmal steigen wir aus und gehen hin.

Die Kirche ist uralt und wurde einmal umgesiedelt und bei Fantøvt aufgebaut und 1991 wieder komplett neu errichtet, nachdem sie einem Feuer um Opfer gefallen ist

Da haben sich die Zimmerleute wirklich was angetan Wette wie die die Kirche 1991 wieder neu errichtet haben

Auch die ganzen Details am Dach sind wieder eure vorher

Wir sind rechtzeitig vor dem ersten Kreuzfahrtschiff dort und streifen fast allein herum.

Noch scheint die Sonne und wir fahren mit der Straßenbahn weiter Richtung Fløibana.

Bei der Fløibana geht die Schlange schon recht weit runter…. Heute sind zwei große Kreuzfahrtschiffe in Bergen…

Auch ohne Kreuzfahrtschiff Motivation wären wir zu Fuß rauf gegangen, hat man während des Aufstiegs immer einen tollen Blick auf Bergen und es sind grad mal 350hm die wir auf einem angenehmen breiten Weg in 55 Minuten überwinden

Klasse Sicht von oben und ein Restaurant das wie der Semmering in der Zeit stecken geblieben sind

Aber sehr nett und die ganzen Kreuzfahrer wollen versorgt werden. Sitzen in der Sonne oben und genießen den Blick auf Bergen

Das wäre die Bahn die man rauf nehmen könnte, aber wir zischen den Weg wieder runter

Und stapfen durch enge Gässchen den Bryggen u. Zwei Fischbrötchen müssen unten dann noch als spätes Mittagessen dran glauben 😋 und einmal noch über den Fisketorhet

Mhmmmm 😍

Ein bisschen noch durch die Stadt gebummelt

Zum Frederiksberg Fort, und dann Nix wie heim, denn es wird ab 1800 regnen und eigentlich sind wir mit unserem Schönwetterfenster recht zufrieden

Bim und Bus bringen uns zum Campingplatz, wo wir bei gut geheiztem Bus die Tropfen ans Dach prasseln hören.

Bergen

‚Regentropfen, die an mein Zeltdach klopfen‘ … es ist etwas durchwachsen und der Regen hält sich nicht an den yr.com, haben wir doch ein Wetter Loch bestellt….

Das kommt dann wirklich und ab 11 ist es wirklich trocken. Bedeckt schon aber wir entscheiden uns den Bus vom Campingplatz nach Bergen zu nehmen.

In einer fremden Stadt mit Öffis fahren bringt dich in Gegenden wo man sonst nie hingekommen wäre. Ausserdem funktioniert das mit der skyss App so was von easy. Unglaublich!

Wir stolpern gleich anfangs durch den fiske torget und mache von uns in ein Fischbrötchen

Mhmmmm, 😋

Den Hafen entlang geht’s zu den Bryggen die ein historisches Hafenviertel und das bekannteste Wahrzeichen der Stadt sind.

Sie werden zwar super renoviert, aber in den Häusern reiht sich eine TouristTrap nach der anderen, die ganze Kreuzfartsschiffe 😉 (das h fehlt absichtlich) mit Norwegerpullovern, Handschuhen, Häferln und Trollfigurem ausstatten kann.

Manche Geschäfte dazwischen werben sogar mit ‚Troll free Zone‘, und das tut gut. War man in einer TouristTrap, kennt man alle.

Die Häuser dahinter sind aber nett und so bummeln wir durch die alte Stadt

Enge Gässchen führen jeweils nach hinten

Und ganz hinten sind auch mal Steinhäuser

Wir enden aber im Bryggen Museum, das die Geschichte toll darstellt. Zusammengefasst sind die Häuser seit 1170 alle 50 Jahre mal abgebrannt, und immer wieder neu aufgebaut worden. Aber auch viele Aspekte wie Bergen zu einem wichtigen Handelszentrum wurde, sind dargestellt.

Wir erklimmen den Rosenkrantz Tower

Durch eine steile Treppe und streunen durch die Räume, die mehrfach umgebaut wurden

Ganz oben wird die Schlacht von Vågen interessant erzählt. Im Prinzip ist eine extrem wertvolle Ladung an Schiffen der Holländer aus Asien nicht direkt nach Holland gesegelt sondern um Schottland oben herum, damit sie nicht den Engländern im Ärmelkanal zum Opfer fallen. Am Weg haben sie in Bergen halt gemacht um auf die holländische Marine zu warten… aber der Wikipedia Artikel beschreibt das sicher besser

Vom Dach des Turmes hat man jedenfalls die beste Sicht über Bergen, und ja wir hatten den ganzen Nachmittag wirklich Wetterglück

Direkt vor dem alten Turm lag ein riesiges Schiff, das zwar wie ein Fischer ausgeschaut hat, aber viel zu groß war. In Wirklichkeit ist das aber ein Schiff für ‚Ankerbringung‘ für Windräder oder Ölbohrinseln, und hat die Kraft ganze Bohrinseln zu schleppen.

Oben am Dach haben wir die Zeit zurückgedreht 😉

Fast 40 Jahre sind zwischen den Fotos 😍

Håkons Hall befindet sich gleich hinter den Rosenkrantz Tower

Danach wieder entlang der Bryggen zurück, vorbei an den Floibana, und noch ein bisschen røket Fisch gebunkert

Mit dem Zug und dann noch Bus zurück um Campingplatz

Moreller

Naja es regnet, möglicherweise ist das im Hardangerfjord immer so… vor 9 Jahren war es auch so bloss sehen wir diesmal die andere Seite des Fjords😉

Und weil das eine so fruchtbare Gegend ist, werden hier Äpfel und (!) Kirschen angebaut

Alle paar hundert Meter steht ein Hütterl mit Moreller, und auch wir können nicht widerstehen und probieren ein Schälchen aus

Der Kreisverkehr vor und nach der Hardangerbrua ist immer wieder eine extra Runde wert, weil danach geht es gleich

Auf die Brücke raus

Und wieder rein und schon wartet der nexte Kreisverkehr

Ja wir sind leicht zu unterhalten 😇 aber bei Regenwetter….

Es ist etwas veregnet, und daher drehen wir eine Runde vorbei an den nettesten Wasserfällen. Der obige hat ganz uns gehört, weil total abgelegen und nur durch 10 minütige Wanderung durch ein Bachbett, naja leicht überfluteten Trampelpfad erreichbar.

Der zweite ist der Skjervsfossen, bekannt durch Wasserfall und Klo

Jedenfalls stellen sich die Leute in Schlangen an, Denn das Klo hat einen Fußboden und Seitenwand aus Glas sodass man über den tosenden Bach sitzt der später den Wasserfall speist ☺️

Den Hardangerfjord geht’s dann entlang, teils ab der alten Straße, teils ganz modern dahin

Der letzte Wasserfall war dann der Steinsdalsfossen der genauso ordentlich runter donnert, und man kann sogar hinten durchgehen ✌️😎

Unser Ziel für heute ist ein Platz ganz in der Nähe von Bergen, denn wir wollen in die Stadt und daher haben wir auch reserviert…. Wäre nicht notwendig gewesen ☺️

Let it Zinc in

Aufgewacht, der Drizzle ist immer wieder da

Aber beim Herfahren haben wir schon die Gebäude des Museums für die seit lagem stillgelegte nominiert Zinkmine gesehen

Die beiden Gebäude bilden den Rahmen für ein Museen zur stillgelegten Miene bei Allmannajuvet.

Das eine Gebäude in beherbergt ein Kaffee und da konnten wir einer Zimtschnecke und Kaffee nicht widerstehen und auf den Bach hinunter zu schauen

Das ganze steht in einer Schlucht, wo Ende des 19 Jahrhunderts Zink abgebaut wurde

Strolchen dort herum, schnuppern durchs Museum und starten dann drauf aufs Saudafjellet

das auf einer Seite ein Skigebiet ist. Nein nicht mit Liften aber mit viel Platz zum Ski Touren gehen, wandern

Weiter oben wird’s dann gebirgiger

Und wir überqueren den Svatvartnet Damm der die Trinkwasser Versorgung von Bergen sichert…. Obwohl Bergen 150km entfernt ist…. Muss wohl eine längere Leitung sein

Auf der anderen Seite geht’s dann runter, nicht so harmlos wie am Anfang in obigem Bild zu sehen, sondern in engen Serpentinen, sodass sie in der 3d Ansicht des Navis oft gar nicht zu sehen sind

Unten im Tal liegt dann Røldal mit einer ziemlich alten Stabkirche

die innen kunstvoll ausgemalt ist. Der Coop daneben hat im Gegensatz ganz profane körperliche Nahrung, wie Fisch und Knekkebrød😉

Wir nehmen diesmal den Røldal Tunnel und nicht die alte Passstraße wie vor 9 Jahren und

Stoppen kurz bei Lattefossen, einem Monster Wasserfall

Um dann an Odda vorbei in den Hardanger Fjord zu kommen

Bei Lofthus hat der Campingplatz noch ein Stückerl für uns und mit ein paar Bringebær und einer Flasche Apfelsaft

Fallen wir ins Bett.

Skomakernibba

Ziemlicher Regen in der Nacht und gekommen ist auch keiner um zu kassieren

Na gut, wir warten den Regen ab, und irgendwann lässt der Regen dann nach und wir wagen eine kleine Wanderung

auf die Skomakernibba einem Felsvorsprung der der Trolltonga sehr ähnlich aber doch viel kleiner ist

Rauf geht’s durch den Wald und weil es viel geregnet hat

Tropft es auch überall raus

Und der Weg ist schon etwas anders als bei uns

Gerhild war dann so mutig und ist auf die Skomakernibba raufgestiegen, da sind doch 300m Meter nichts

Der Fotograf der mutigen Zungenbesteigerin hat gedacht er steht sicher, ist aber ähnlich schwierig gestanden.

Von unten sieht man dann dass das wirklich eine Zunge ist

Am Plateau geht’s dann weiter zu einem Aussichtspunkt

Mit Bankerl und klasser Sicht über die Bucht

Runter geht’s dann auf der anderen Seite

Durch den Wald bis wir wieder beim Auto sind.

Den Saudafjord dann rauf

Zum Svandalsfossen, der aufgrund des vielen Regens ordentlich was hergibt

Hin und wieder kommt das Wasser auch von oben und nicht nur von Wasserfall, aber alles halb so schlimm

Reiten dann auf Richtung Saudafjell und finden auf einer Seitenstraße an einem See ein Platzerl für die nicht in eher Hütte

Nein, wir sind in the Middle of Nowhere mit Bus neben dieser Hütte gestanden und haben als Nachbarn ein niederländisches Pärchen und ein paar Schafe gehabt.

120kWh

Der Campingplatz auf dem wir die Nacht verbracht haben war ziemlich relaxed bezüglich auschecken: ‚wenn ihr noch schwimmen gehen wollt, kein Problem, ihr könnt bis zum Abend bleiben‘

Abend wurde es nicht aber gut nach 12:00 schon bis wir gemütlich gepackt und gefrühstückt hatten

Gleich ums Eck, kurz vor Stavanger steht ein Denkmal das einer Schlacht gedenkt in der Harald Schönhaar als erster König Norwegens hervorging. Da müssen auch wir uns viele andere vorbei

Und weil es bei den Schwertern im Fels angekündigt war und am Weg lag sind wir auch noch beim Gedenk Monument für die gekenterte Bohrinsel Alexander L. Kielland vorbeigefahren. Das war ein ziemliches Drama damals als 123 Menschen starben, ich erinnere mich noch da waren alle Zeitungen voll damit

Kleines Jäuschen, und weiter ging’s ins Landes Innere durch den Ryfelke Tunnel, mit 14,4 km der längste Unterwasser Tunnel der Welt, und auch der tiefste mit 293m

Man fährt bergab und bergab und irgendwann dann ewig flach dahin und eben wieder rauf inkl TunnelKunst

Vor 9 Jahren sind wir hier noch mit der Fähre nach Tau gefahren

Apropos Fähre: von Nesvik nach Hjelmeland

muss man auch auf die Fähre und sobald sie los fährt fehlt was: sie ist absolut leise, nichts und auch kein Rauch oder Diesel Gestank

Und das kommt daher, dass die Fähre seit 2021 elektrisch unterwegs ist.

120kWh braucht eine Überfahrt und 1580kWh sind im Akku. Geladen wird während die Fahrzeuge entladen werden

Der Stecker wird automatisch verbunden und voila 💪

Wir düsen aber weiter nach Vikedal

wo wir zwar das Areal des Campingplatzes finden, aber niemanden wo man zahlen kann

Egal wir stellen uns hin und warten bis jemand vorbeikommt, so wie es im Park4night beschrieben ist. Kam aber niemand ☺️

Dünewegen

Gleich in der Nähe des Campingplatzes gibt’s eine neue Wanderung durch die Hügel zu einem Leuchtturm. Auf geht’s

So klein und versteckt kann der Seitenarm einer Bucht gar nicht sein dass sich nicht ein paar Häuschen verstecken

Geht ca. eine Stunde durch die Felsekuppen, dahin bis man den Leuchtturm sieht.

Eigerøy fyr ist ebenfalls aus Gusseisen, in Oslo gegossen worden und dann stückweise hertransportiert worden.

Wie man durchaus schwere Teile durch diese Landschaft transportiert ist zwar ein Rätsel, aber es muss funktioniert haben.

Steht er doch riesig da

vor einer steinigen Küste, an der sich die Wellen wild brechen.

Zurück wieder beim Auto geht’s für uns weiter Richtung Stavanger und am Weg wird die Küste komplett anders.

Wir kommen an Brusand Strand vorbei, der eine Kilometer lange Bucht bildet und wo sogar einige tapfere baden!

Überhaupt hat man hier das Gefühl Landschafts mäßig in Dänemark zu sein so flach geht das Land ins Meer

Netter Hafen und Mini Lighthouse bei Kvassheim verleiten noch zu einem Rundgang

Bei Borestranda finden wir noch einen Campingplatz auf einer Wiese

hinter einem Zaun umgeben von Schafen und Dünen

vor einem ewig langen Sandstrand

der aber untertags ein zierlicher Surfhotspot ist. Sehr klasses Platzerl

Helleren

Blick zurück: gegenüber unserem Stellplatz wird Strom erzeugt

denn irgendwoher muss der Strom für 32% aller Autos in Norwegen ja kommen 😉

Wir reiten weiter durch die Berge, durch SteinMugel Landschaft die mit Seen durchzogen ist bis nach Heleren, das dafür bekannt ist, dass sich Menschen unter den vorspringenden Felsen niedergelassen haben

1920 wurden die Häuser allerdings verlassen, denn sie waren lange Zeit nur via Seeweg erreichbar, sind die durch an Ende eines Fjordes gut geschützt.

Wir klettern die Straße rauf und fahren weiter durch eine Art Mond Landschaft. Und das im wahrsten Sinn des Wortes, denn das Gestein ist wirklich Anorthosite, das auf der Erde recht selten ist, aber an Mond häufig Vollmond

Ach ja und man kann es hier auch kaufen, fahren aus dem Gebirge Lastwägen mit maximal 3 oder 4 Steinen auf der Ladefläche runter, werden hier zwischenlagert, und dann auf Schiff verladen. Für ein Souvenir etwas zu schwer 😉

Sognedalstrand liegt als nextes auf unserer Route. Eine Städtchen das Ende vorletzten Jahrhunderts seine Hochblüte hatte

aber dann Stück für Stück verlassen wurde und erst wieder 1994 langsam Fahrt aufgenommen hat

Und holt aber dann dort doch der Regen ein, und weil sich der Tag schon neigt

kehren wir auf eine köstliche Fischsuppe ein

und finden dann ein Platzerl am Meer

Brufjell

Unser Roadtrip weiter, und nach Abwasch und zusammenpacken geht’s

weiter nach Vanse, wo wirklich Sandstrand ist. Nach all den Felsen um Lindesnes kaum zu glauben, dass gleich ums Eck die Landschaft ganz anders ist.

Windig…. Und dazu wäre eine Jacke gut… bloß wo ist Hermanns Jacke? Grmpf, die liegt noch am Campingplatz neben dem Abwaschbecken… na gut wir fahren sie holen, aber

kurz noch vorher zum Lysta Fyr einem weiteren Leuchtturm an der Südküste. Der ist zwar grad etwas eingerüstet, warum sind wir nicht draufgekommen, aber hat wohl vielen Schiffen den

Weg erfolgreich geleitet, denn das Meer geht hier ganz seicht raus und verleitet zum Kentern besonders wenn der Wind ordentlich geht

Nachdem wir die Jacke erfolgreich geholt haben geht’s weiter Richtung Brufjellhålene, einen kleinen Felsen entlang der Küste der es aber in sich hat.

Wir beschließen den Weg auf der Innenseite rauf zu gehen, der als rot markiert ist, und gleich mal ziemlich ohne zick Zack Höhe macht

Auf halber Höhe aber steht man schon mitten im riesigen Felsplateau

Und wenn man alle 200hm überwunden hat gibts einen kleinen Gipfel

Mit Steinmandl. Aber da geht der Wind!! Übers Meer

sieht man natürlich auch in alle Richtungen und

ins Land ebenfalls.

Zu den Brufjellhålenen geht’s allerdings einen schwarz markierten Weg runter, der es in sich hat. Mit Stahlseil gesichert und Trittstufen geht es bergab zu

Höhlen die Gletscher oder ein damaliges Bacherl vor vielen 1000 Jahren herausgeschliffen haben.

Manche so tief, dass man ordentlich rein kann

Und weil das Runter eine wirklich wilde Kaxelei ist ist man eigentlich recht allein

Und dann will das alles wieder raufgeklettert werden…

Manche Stufen sind wirklich hoch doch ist es wie erwartet rauf zwar anstrengender aber leichter als runter.

Kurzer Blick zurück auf den Gipfel und dann geht’s runter. Bloß 200hm, aber der Weg geht Hügel rauf und runter,

verleitet Pfaden von Schafen zu folgen, und ist ein Ratespiel.

Der Blick aufs Meer ist schon nett und sogar eine Bucht

gibt’s da unten. Heißt zwar Sandvik, ist aber wahrscheinlich ‚Gravelvik‘

Bis man dann unten ist dauert es aber. Irgendwann erreicht man wieder die Straße und wir sind wieder beim Auto.

Und hinaus geht’s den Fjord, ist schon gut nach 2000 und somit findet sich grad noch ein Stellplatz für die Nacht

Lindesnes Fyr

Es hat sich ausgezahlt zu warten, denn die Sonne lacht in der Früh und wir machen uns auf den Weg. Das sind 31km, ganz schön ordentlich

entlang der Küste, durch kleine Ortschaften, Buchten und auch über die eine oder andere giftige Steigung mal 60hm rauf und wieder runter. Da schaut man genau auf den Bergfex im Planungsmode wo die Route geht und ob man einen 60m hoppel auslassen kann…. Sollte man den wegen schöner Landschaft haben wir am Hinweg zwei extra sogar 70m Hoppel gemacht. Aber wir waren noch frisch 😉

Aber nach 2 Stunden Radtour erreichen wir den Leuchtturm, ein bisschen durstig, denn irgendwie haben wir die Trinkflaschen vergessen….🫣

Lindesnes Fyr ist einer der ersten Leuchttürme die aus Gusseisen gemacht sind. Mehrere Segmente wurden vorgefertigt und mit Schiff herangebracht und dann verschraubt.

Außerdem ist er der südlichste Punkt Norwegens und

liegt in einer klassen Schären Landschaft an einer Küste wo die Wracks zu Dutzenden draußen liegen

Doch uns rufen die 31km zurück, mit Rückenwind etwas leichter, um eine Steigung weniger, weil besser geplant, und sogar mit einem Wasserfläschen, das man am Weg auffüllen kann, um vieles besser ausgerüstet.

Naja 62km an der Küste mit und gegen Wind, auf unscheinbare hoppel rauf…. Es gibt viele 20m Hoppel hier …. das hängt sich rein und daher waren die Spagetti mit Reka und Fatøl schon extrem gut am Abend

Wann geht die Sonne unter hier? Schwierig um 11 war es noch hell und die 62km in den Füssen haben eher nach Bett gerufen als die wirkliche dunkle Zeit zu erforschen 😉

35 Grad

Wir haben feststellen müssen, dass der Campingplatz in Shop Unmengen an Süßigkeiten und Camping Sessel hat, aber die wichtigen Dinge wie Reis oder Brot sind mager gesät.

Also reiten wir die 4 Kilometer den Meerearm rauf nach Vigeland um die notwendigsten Sachen zu kaufen. Das geht in hin irrsinnig leicht, zurück ist das harte Arbeit, denn der Wind ist auflandig und kann was. 😉

Tja und am Nachmittag erklärt sich auch unser Rasttag😇 yr.com ist immer richtig….

Es schüttet, der Wind peitscht den Regen im Winkel von sagen wir 35 Grad dahin, und das über längere Zeit.

Haben wir halt einen geplanten Rasttag, denn wir wollten ja eigentlich nach Lindesnes um Leuchtturm radeln.

Norwegen

Der Tag beginnt wirklich früh! Wir haben einen Platz auf der Fähre von Hirtshals nach Kristiansand ergattert. Das ist gar nicht so leicht, denn in der Ferienzeit muss man alles vorbuchen … wo waren die Zeiten wo man einfach zur Fähre hingefahren ist, am Schalter zwei Tickets gekauft hat und ab ging’s.

So haben wir den Großteil schon am Vorabend gepackt, Tee gekocht damit in der Früh alles zackig geht und wir um 6:30 raus aus dem Campingplatz können. Der Schranken öffnet um 7:00, also haben wir uns bei der Rezeption den Emergency Code für das Gate geholt, und wirklich der Schranken geht auf.

Niemand auf der Straße und wir reiten durch friedliches Jütland Richtung Hirtshals.

Auch das Checkin funktioniert, und so stehen wir auf Lane 20 und warten mit Autos die alle gleich hoch sind.

Der Parkplatz ist aber direkt unter einem Windrad, und das ist einzigartig

Man kann dann sogar direkt unter das Windrad gehen, und nach oben schauen

Das ist eine Challenge da rauf zu schauen, denn die Rotorblätter kommen direkt auf einen herab, nur um rechtzeitig die Drehung zu machen. Jede Umdrehung ein neuer Adrenalinstoss😎

Sind mehrere Fähren die da am Terminal abheben, und ja, wie man am Foto sehen kann, ist Dänemark und Norwegen wohl das Land wo VW alle ID Buzz hin verkauft

Zwei Stunden dauert die Überfahrt mit Wellen, die aus leicht unangenehmen Richtungen kommen 😉 Aber wir kommen gut in kristiansand an.

Damit wir nicht ganz einrosten, machen wir noch einen Stopp im Süden von Mandal, erklimmen einen Hügel und schauen auf die ‚norwegischen Dünen‘😅. Die Schären sind schon immer cool anzusehen.

Gibt auch einen der wenigen Sandstrände hier und der Abstieg von dem Ausblick zum Strand war…. Eine Klettertour. Die hätte eine Ziffer wie 1 als Klettersteig verdient.

Erreichen dann unseren Campingplatz, den wir schon reserviert hatten…. Sic. Ohne dem geht gar nix mehr.

Drehen dann noch eine kleine Runde zu Landsend, vorbei an Bootshäusern

Zu einer netten einsamen Bucht, wo sich grad mal zwei Fischer mit Angeln rumtreiben, aber die sind auch aus .de 🤣

Fjerritslev

Lang geschlafen, spät gefrühstückt, Ferien halt ☺️

Aber eine kleine Runde drehen wir um Strand unterm Campingplatz, sitzen im Sand und zählen die Wellen.

Windenergie war schon immer ein Thema hier ☺️

Wir radeln noch nach Fjerritslev um einzukaufen, das ist mit einigen langen Geraden und Seitenwind, der hin und wieder in Gegenwind ausschlägt schon ein nettes workout

Sonst…. Urlaub lesen, döseln, nichts tun ✌️😎

Auto Strand

Wir haben ja eben netten Waldcamper bei Svinkløv gefunden und ein schattiges Platzerl dazu. Nur zur Hälfte Waldcamper, denn die zweite Hälfte drohnt auf einer 50m hohen Düne überm Meer

Gut gefrühstückt und wir starten die Küste rauf mit den Radeln entlang des Radweg 1 um Jütland

Gleich ums Eck ist der Strand etwas breiter und hier liegen ein paar Fischerboote am Strand. Spannender ist wie sie dort hingekommen sind, sind sie doch alle in Betrieb und nicht Schrott:

Hinten am Strand ist ein Häuschen mit Seilwinde und von dort zu den Schiffen hin liegen Stahlseile. Die Schiffe selber haben am Rumpf unten ‚Plastikkufen‚ und werden wohl einfach rausgezogen

Ach ja und Strand in alle Richtungen ☺️

Wir reiten jedenfalls hinter uns durch die Dünen die Küste rauf. Hin und wieder ducken sich Häuschen in die Gruben zwischen den Dünen, dürfte ein ziemlich beliebtes Feriendomizil sein

Leichter Gegenwind und Schotterweg erhöhen den sportlichen Wert unseres Ausflugs, aber es ist total nett

Nach ca. 10km erreichen wir dann unser Ziel, einen Teil des Strandes den Google mit ‚Autostrand‘ markiert. Und ja wirklich, es findet sich ein Auto, denn das soll wirklich beliebt sein mit dem Auto auf den Strand fahren, Sessel aus, Wellen zählen und chillen.

Wir haben es auf ‚Cykel‘ Strand umgetauft 😎, aber das Meer und die Wellen sind trotzdem chillig. Vorallem kann man so wichtige Dinge machen, raten ob gerade Ebbe oder Flut kommt, wenn man nur lange genug mit den Füßen im Wasser steht, und entweder mehr oder weniger nasse Knie kriegt😅.

An Rückweg angeln wir uns noch Fish and Chips und Fad Øl … Bier vom Fass, und nein es schmeckt nicht fad 😅

Am restlichen Rückweg kommen wir noch beim ‚Badehotel‘ vorbei, einem Bauwerk, das sich gefühlt aus dem letzten Jahrhundert überlebt hat, aber wunderbar in den Dünen liegt und eigentlich auf ein Getränk einlädt.

Am Abend noch schnell eine Runde Spaghetti ala Barilla und die chrrr ☺️

Dünemark

Zeit mal wieder einen Platz weiter zu fahren, und wir wollen in den Norden.

Zuerst durch Wälder, aber dann immer knapp entlang verschiedenster Sandstrände und Dünen Richtung Thyborøn

Zuvor aber kurzer Stopp beim Leuchtturm von Lygnevit, der natürlich erklommen werden will.

Die Wendeltreppe ist super eng, und sie wird trotzdem in beide Richtungen gleichzeitig genutzt. Ausweichen? Nein kaum, man muss sich aneinander vorbeidrängeln. Gekrönt wird das von der Aufstiegsluke, die nur auf allen vieren und mit eingezogenem Kopf schaffbar ist😉.

Aber der Ausblick oben ist prächtig in

in alle Richtungen und wir drehen ähnlich einreihig eng gepackt wie beim Raufgehen oben im Gänsemarsch eine Runde, es gibt ja nur eine Luke um wieder runter zu kommen. Mehr oder minder stellen wir uns wieder an um runter zu kommen, und hier übertrifft sich ein Asiate, der mir von hinten auf die Schulter klopft und fragt: ‚Excuse me, can i pass?‘ 🤣. Das ‘No’ hatte er nicht erwartet…😉

Weiter geht’s nach Norden durch Dünemark. Links eine dünne hinter der sich Sandstrand verbirgt, rechts Binnengewässer die manchmal sehr nah ran kommen, eigentlich fahren wir auf einem natürlichen Damm für viele Kilometer kerzengerade.

Immer wieder stoppen wir uns erklimmen die Düne, schauen von diesem Damm aufs Meer, die Straße und die BinnenGewässer.

Häuser ducken sich prinzipiell in Vertiefungen oder man hat Stauden rundum gesetzt, den hier geht der Wind!

In Thyborøn endet dieser DünenDamm und man muss eine kurze Passage mit einer Roll on Rolloff Fähre nehmen

Irgendwie haben wir durch die vielen kleinen Stopps und Dinge die es zu sehen gab, etwas die Zeit übersehen und so zischen wir nach Norden, um vor 2000 noch einen Campingplatz zu erreichen.

Blåvand

Auf der Fahrt haben wir einen Campingplatz in den Dünen gebucht, etwas das anscheinend heut zu Tage immer mehr notwendig wird

Jedenfalls hatten wir Glück und das ist einer der Plätze mit riesen viel Platz und freier Platzwahl

Hinter oder vor den Dünen von Børmose ist ewiger Sandstrand soweit das Auge reicht

Sogar einer der ‚Autostrände‘, wo man wirklich auf den harten Sand mit Auto fahren kann und das wird auch gemacht.

Wir allerdings haben uns einen Ritt mit dem Radl nach dem ca 20km entfernten Blåvand vorgenommen.

Das geht durch Heideland hinter den Dünen, vorbei

Vorbei an Schilf gedeckten Häusern, die sich in Vertiefungen kuscheln, den hier geht der Wind. Vorerst ist es für uns Rückenwind…😉

Und so erreichen wir nach der Durchquerung eines militärischen Sperrgebiets (die roten Kugeln waren unten…😅) dann doch heil Blåvand.

Das ist anscheinend das Sommerurlaubs Malle im Norden für Deutsche, denn man sieht kaum Dänen. Alle Autos sind aus .de und man wird in den Geschäften mit Moin begrüßt…

Wir sind allerdings wegen des

Leuchtturms und dem westlichsten Punkt Dänemarks hergekommen, der an einen riesig breiten Sandstrand liegt.

Auf so einen Leuchtturm muss man natürlich auf und der Blick von oben auf so ein Cap ist unbeschreiblich

In 270 grad Sandstrand und der Rest Heideland

Ach ja ein paar Urlauber sind auch da 😉.

Der Leuchtturm ist aber für das nahegelegene Esbjerg unerlässlich, vor dem prachtvollen Sandstrand verbergen sich ca. 20nm Untiefen ins Meer hinaus die nur durch einen schmalen Kanal unterbrochen sind.

Die Linse kann schon was und gibt wenigstens die Position wieder.

Aber das Horns Rev hat auch seinen Vorteil, denn das draußen steht ein riesiger Windpark der einen Gutteil des dänischen Stroms erzeugt.

Das Wattenmeer zählt zu den UNESCO Weltkulturerben, und es herrscht immer Bewegung, so wird Fanø zum Beispiel immer kleiner und der Sand lagert sich bei rømø ab, dessen Sandstrand immer breiter wird.

Wir spazieren noch eine Runde über den Strand genießen dann die ersten 3 Kilometer mit Rückenwind, fallen noch für Fish & Chips in eine Fiskbutik ein und radeln dann gegen den Wind heim.

Das ist wirklich wild und auf der offenen Heide mit leicht sandiger Fahrbahn das Workout schlechthin.

Aber wir kommen gut an, stärken und mit einem kühlen Bier und genießen den Sonnenuntergang

Quer durch

Gemütlicher Start um 10… der Urlaub hat begonnen 😉. Am Vortag hat uns aber schon der riesige Abwärmeturm eines Kraftwerks in der Ferne gewundert. Braunkohle? Die Gruben sind ja geschlossen, stehen wir ja an einem See eines ehemaligen Bergwerks.

Aber es gibt ja auch andere Gruben, wie wir gleich ums Eck auf der Autobahn feststellen mussten, und die geben noch genug her um das Kraftwerk zu betreiben. 900MW gibt es her. Ca 90 Offshore Windrädern entspricht das.

Von Magdeburg stechen wir ins Land und lassen die Autobahn links liegen, ist dort auch gut Stau angesagt, denn dieses Wochenende wollen alle raus in die Ferien. ‚Und fahrt ihr auch an die Ostsee?‘ Zitat unseres Nachbarn am Platz in Leipzig😉

Alle die ans nördliche Meer wollen ob Ost oder Nord, treffen sich in Hamburg beim Elbtunnel

Der ist im Osten von Hamburg schon zu umfahren aber ein ordentlicher Umweg. So reihen wir uns halt ein um nehmen ‚30 Minuten Plus‘ wie es der Verkehrsfunk so charmant rüberbringt

Langsam vorbei an Hafenanlagen wo riesige Frachter Stück für Stück entladen werden erreichen

Dann doch den Tunnel und queren die Elbe tief.

Auf nach Norden, einmal noch tanken in Quickborn amüsieren an einen grünen Monster Camper, mit hochgestelltem Fahrwerk überlangem Radstand, Fahrrädern hinten stehend senkrecht, natürlich Sandbleche, dem Traum jedes Powercampers, Schäufelchen links und rechts in 3.5 m Höhe, sodass man entweder bis 2m im Sand versunken sein muss, oder eine Leiter braucht um dazuzukommen. Wie aus dem ‚Bruder‘ Katalog mit allen Extras und alles ganz neu. Schön …..😇

Wir düsen aber weiter Richtung Nord Ostsee Kanals, wo wir feststellen müssen, dass eine neue Brücke gebaut wird, weil die alte nach 50 Jahren einfach kaputt ist.

Gerade noch rechtzeitig erreichen wir den Checkin von Børsmose Strand Camping, einem Platz in den Dünen bei Blåvand und drehen noch eine windige Runde über den Strand

Leibzsch

Diesmal starten wir mit leichtem Vorsprung…. Nämlich aus Aussee. Zu früher Stund, der Billa hat gerade aufgesperrt

starten wir Richtung Norden. Bei Passau raus und ab Richtung Regensburg

weiter an den Windrädern, die am Weg zu Hauf stehen, genauso wie die SolarFelder entlang der Autobahn. Woher soll der Strom sonst kommen?!

Vorbei an Hof, ab in den ehemaligen Osten nach Leipzig. Im Süden gibt’s ein paar Seen, die aufgefüllte Restlöcher mehrerer Braunkohle Bergwerke sind. Der erste Campingplatz wirft uns ab weil ausgebucht… wie gibts das? ‚Die Leute kommen hierher zum Tauchen…‘ interessant.

Der nexte Platz ist ein Stellplatz, und hat den kleinen Nachteil, dass er 22km von Leipzig Center entfernt ist und da wollen wir hin.

Naja los geht’s kleine Radltour, denn um 5 ist der Tag noch jung. Dahin geht’s durch Auen, Wälder und entlang von Kanälen, wirklich wunderschön. Nach einer starken Stunde sind wir auch schon im Zentrum und essen verdient eine Pizza und trinken lokales Bier

Mhhmmm war das gut nach einem ganzen Tag

Es ist ein lauer Abend und wir drehen eine Runde

Durch Leipzig. Vor DDR Zeiten ein wichtiger Handelsplatz, ‚Hub für den Osten‘, Zentrum der Buchdrucker, Universitätsstadt, in DDR Zeiten 15% Bevölkerungs Rückgang, aber zum Glück auch der Beginn der Wende in der Nikolaikirche.

Unsere Runde führt uns auch zum Bahnhof, der mal Europas größter Kopfbahnhof war… ein absolutes Wunder der Baukunst des beginnenden 20 Jahrhunderts

Nun mit verschiedensten Geschäften gefüllt

Und modern adaptiert. Am Heimweg noch vorbei am neuen Rathaus, so haben Burgen in meiner Kindheit in Märchenbüchern ausgeschaut,

Und wieder zurück durch Wiesen und Wälder bis zum knallroten Autobus

The Plan

So fängts immer an. Wir haben den knallroten Autobus gesattelt, die Radln draufgeschnallt, und haben wie immer einer super detailierten Plan

Mal bis Leipzig, dann die westküste Dänemarks rauf, übers Meer, dann nach Stavanger, weiter bis Bergen, und über Oslo wieder zurück. Mal sehen was wir alles sehen werden